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Auftragsdatenbank Bau: amtlich belegte Vorhaben statt Ausschreibungs-Flut

Eine Auftragsdatenbank Bau ist nur so viel wert wie ihre Quellen. MulinGo baut deshalb nicht auf Web-Scraping von Nachrichtenseiten oder zugekaufte Adresslisten, sondern ausschließlich auf amtliche Veröffentlichungen: Baugenehmigungen, Bebauungspläne, UVP-Verfahren und Vergabedaten. Das Ergebnis sind aktuell über 7.000 Bauvorhaben aus 26 amtlichen Quellen — jedes einzelne mit nachvollziehbarer Fundstelle. Diese Seite erklärt, was in der Datenbank steckt, wie aus Rohdaten verwertbare Leads werden und worin sich der Ansatz von klassischen Ausschreibungsdatenbanken unterscheidet.

Was in der Datenbank steckt

Der Kern sind genehmigte Bauvorhaben: Der Bauherr hat die Genehmigung in der Hand, gebaut wird in absehbarer Zeit — aber ausgeschrieben ist noch nichts. Ergänzt wird dieser Kern nach vorn durch Bebauungsplan-Verfahren (Frühwarnung, in den Bezahltarifen) und nach hinten durch Vergabedaten, damit Sie den Lebenszyklus eines Vorhabens einordnen können. Jeder Eintrag enthält, soweit aus der Quelle ableitbar: Ort und Geo-Position, Vorhabensbeschreibung, Phase, zugeordnete Gewerke, eine Bauwert-Einschätzung und den Link bzw. das Archiv der amtlichen Originalveröffentlichung.

26 amtliche Quellen — von HmbTG bis BayBO

Die Quellenlage für Baugenehmigungen ist in Deutschland uneinheitlich, und genau darin liegt die Fleißarbeit:

  • Hamburger Transparenzportal: Hamburg veröffentlicht als einziges Bundesland Baugenehmigungs-Einzeldaten offen — auf Basis des Hamburgischen Transparenzgesetzes (HmbTG). Diese Bescheide sind die detailreichste Quelle im Bestand.
  • Amtsblätter Bayern: Nach Art. 66 BayBO werden Baugenehmigungen unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich bekannt gemacht. MulinGo wertet die entsprechenden Amtsblätter systematisch aus.
  • Amtsblätter Sachsen: Analog dazu erfasst MulinGo Bekanntmachungen nach § 70 SächsBO aus sächsischen Amtsblättern.
  • UVP-Portal: Vorhaben mit Umweltverträglichkeitsprüfung — typischerweise größere Projekte wie Logistik, Energie oder Wohnquartiere — werden bundesweit veröffentlicht und laufend übernommen.
  • Bebauungspläne über GovData: Tausende B-Plan-Verfahren aus offenen Verwaltungsdaten (u. a. Brandenburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, NRW) bilden die Frühwarnstufe vor der Genehmigung.
  • Vergabedaten: Öffentliche Bekanntmachungen ergänzen das Bild am Ende der Kette und dienen zugleich als Kontrollpunkt, wann ein Vorhaben in die Ausschreibung geht.

Zusammen sind das 26 laufend ausgewertete amtliche Quellen. Wichtig für die Erwartung: Die Abdeckung ist dort am tiefsten, wo Behörden am meisten veröffentlichen — sie ist quellenbedingt regional unterschiedlich, und genau das sagen wir auch so.

Wie aus Rohdaten Leads werden

Eine Amtsblatt-Zeile wie „Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage, Flurstück 123/4“ ist noch kein Lead. MulinGo bereitet jede Veröffentlichung automatisiert auf:

  • Gewerk-Zuordnung: Aus der Vorhabensbeschreibung wird abgeleitet, welche Gewerke gebraucht werden — ein Mehrfamilienhaus-Neubau erzeugt z. B. Treffer für Rohbau, Dach, Elektro, SHK und Ausbau. So findet der Elektrobetrieb das Vorhaben, ohne dass „Elektro“ im Amtsblatt steht.
  • Bauwert-Schätzung: Wo die Quelle keine Summe nennt, schätzt MulinGo den Bauwert aus Vorhabenstyp und Umfang ein und ordnet ihn einer Wert-Klasse zu. Das ist eine Einschätzung zur Priorisierung, kein Gutachten — aber sie trennt das Carport vom Wohnquartier.
  • Phasen-Einordnung: Jedes Vorhaben trägt seine Phase (B-Plan, im Verfahren, genehmigt, Vergabe). Sie sehen also nicht nur was, sondern wann im Lebenszyklus Sie ansetzen.
  • Geo-Verortung: Vorhaben werden auf der Karte verortet — je nach Quelle adressgenau oder auf Ebene des Postleitzahlgebiets. Die Verortungsqualität steht transparent am Signal, damit Sie wissen, ob Sie eine Adresse oder ein Suchgebiet vor sich haben.
  • Strukturierte Eckdaten: Wo die Quelle Detailunterlagen liefert — etwa Hamburger Bescheide oder UVP-Dokumente — extrahiert MulinGo strukturierte Eckdaten des Vorhabens und stellt sie am Signal dar, statt Sie durch seitenlange PDFs zu schicken.

Datenqualität und Belegbarkeit: der eigentliche Unterschied

Viele Anbieter versprechen „KI-gefundene Bauprojekte“ — prüfen lässt sich das selten. MulinGo dreht das um: Jedes Signal ist bis zur amtlichen Fundstelle rückverfolgbar. Sie sehen die Originalveröffentlichung, bevor Sie auch nur einen Anruf tätigen. Das schützt vor drei typischen Problemen von Bauprojekt-Datenbanken: veralteten Karteileichen (amtliche Veröffentlichungen tragen ein Datum), Dubletten aus mehrfach abgeschriebenen Pressemeldungen und schlicht erfundenen bzw. falsch verstandenen Projekten. Und es verändert Ihre Ansprache: Wer sich auf eine konkrete Bekanntmachung beziehen kann, wirkt beim Bauherrn wie ein informierter Fachbetrieb — nicht wie ein Callcenter mit gekaufter Liste.

Abgrenzung: Auftragsdatenbank statt Ausschreibungsdatenbank

Klassische Ausschreibungsdatenbanken (ibau, DTAD u. a.) sammeln Vergabebekanntmachungen — also Aufträge, um die bereits ein Bieterfeld konkurriert. Das ist für Betriebe mit Vergabe-Routine wertvoll, hat aber einen strukturellen Nachteil: Zum Zeitpunkt der Ausschreibung entscheidet fast nur noch der Preis. MulinGo versteht „Auftragsdatenbank Bau“ deshalb anders: als Datenbank der künftigen Aufträge. Zwischen Genehmigung und Ausschreibung liegt das Zeitfenster, in dem der Bauherr Partner sucht, aber noch niemand bietet — wer hier anruft, verhandelt über Leistung statt nur über Preis. Hinzu kommt: Viele private und gewerbliche Vorhaben werden nie förmlich ausgeschrieben, sondern direkt vergeben. Diese Aufträge tauchen in Ausschreibungsdatenbanken schlicht nicht auf — in einer genehmigungsbasierten Datenbank schon. Wie sich MulinGo im Detail von ibau, DTAD und Building Radar unterscheidet, zeigt der [Vergleich](/ibau-alternative).

Zugang und Preise

Sie können die Datenbank kostenlos nutzen: Der Basis-Tarif (0 €) enthält genehmigte Vorhaben für 1 Gewerk und 1 Region plus 20 Credits pro Monat für die Entscheider-Recherche. Profi (149 €/Monat) ergänzt die Frühwarnung ab B-Plan, bis zu 3 Gewerke und 3 Regionen, 200 Credits und Exklusiv-Signale; Business (499 €/Monat) bietet unbegrenzte Gewerke und Regionen, Entscheider-Kontakte inklusive und 1.000 Credits — API-Zugang auf Anfrage. Alle Tarife sind monatlich kündbar. Der schnellste Weg zur eigenen Einschätzung: kostenlos registrieren, Gewerk und Region wählen und die echten Vorhaben Ihrer Umgebung ansehen.

Häufige Fragen

Wie viele Bauvorhaben enthält die Datenbank?
Aktuell über 7.000 Bauvorhaben aus 26 amtlichen Quellen, laufend automatisiert ergänzt. Der Bestand wächst mit jeder ausgewerteten Veröffentlichung — von der Hamburger Baugenehmigung über bayerische und sächsische Amtsblätter bis zu UVP-Verfahren und Bebauungsplänen.
Woher stammen die Daten?
Ausschließlich aus öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen: dem Hamburger Transparenzportal (HmbTG), Amtsblättern in Bayern (Art. 66 BayBO) und Sachsen (§ 70 SächsBO), dem UVP-Portal, offenen Bebauungsplan-Daten über GovData sowie Vergabebekanntmachungen. Jedes Signal verweist auf seine Fundstelle.
Deckt die Datenbank ganz Deutschland ab?
Die Abdeckung folgt der Veröffentlichungspraxis der Behörden und ist daher regional unterschiedlich. Am tiefsten ist sie dort, wo Baugenehmigungen offen veröffentlicht werden — etwa in Hamburg — sowie in Regionen mit auswertbaren Amtsblättern; bundesweit einheitlich kommen UVP-Verfahren und B-Plan-Daten hinzu.
Wie zuverlässig ist die Bauwert-Schätzung?
Sie ist eine automatisierte Einschätzung aus Vorhabenstyp und Umfang, gedacht zur Priorisierung — nicht als Kalkulationsgrundlage. Nennt die amtliche Quelle konkrete Angaben, fließen diese ein. Für die Bewertung im Detail steht Ihnen immer die Originalveröffentlichung zur Verfügung.
Worin unterscheidet sich MulinGo von einer Ausschreibungsdatenbank?
Ausschreibungsdatenbanken zeigen Aufträge, um die bereits mehrere Bieter konkurrieren. MulinGo setzt eine Phase früher an: bei genehmigten, aber noch nicht ausgeschriebenen Vorhaben. In diesem Zeitfenster erreichen Sie den Bauherrn im 1:1-Gespräch, bevor der Preiskampf beginnt.
Sind die Daten aktuell?
Die Quellen werden laufend automatisiert ausgewertet; neue Veröffentlichungen erscheinen zeitnah als Signal. Da jede amtliche Bekanntmachung ein Veröffentlichungsdatum trägt, sehen Sie bei jedem Vorhaben, wie frisch es ist — Karteileichen ohne Datumsbezug gibt es systembedingt nicht.
Kann ich die Datenbank per API anbinden?
API-Zugang ist im Business-Tarif auf Anfrage möglich, etwa zur Anbindung an ein eigenes CRM oder eine Kalkulationssoftware. Für die meisten Betriebe reichen die eingebauten Wege: Suchprofile mit E-Mail-, Push- oder Webhook-Zustellung.

Genehmigte Bauvorhaben vor der Ausschreibung

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